Der Königshauser Hof und seine bewegte Geschichte.


Der Königshauser Hof, wenige Kilometer westlich des heutigen Schwabmünchens gelegen, ist eine sogenannte Rodegründung, da ein namhafter Wald südlich davon den Namen Kinthausen führte und mit der Einöde selbst eine Holzmarck verbunden war. Der Name lautete im 15. Jahrhundert auch Kinthausen und geht auf den Wortstamm „quint“ (=quellen) zurück und bezieht sich damit auf eine Wasserquelle. Erst im Laufe der Jahrhunderte änderte sich der Name in Königshausen.

1408 wird das Gehöft zum ersten mal erwähnt und zählte zu den bayerischen Lehen. Damals war er im Besitz des Klosters Rottenbuch.

1578 geht der Besitz zusammen mit dem Fuggerschlößchen in Schwabmünchen an den bischöflichen Straßvogt Joseph Stor von Ostrach und teilte für viele Jahre dessen Schicksal.

1588 erwirbt Graf Severin Fugger, der bayerische Pfleger zu Friedberg, das Anwesen. Auf dem Erbweg kam dann der Besitz über Graf Karl Fugger auf dessen Tochter Maria Johanna und ihren Sohn aus erster Ehe, Freiherrn Max Felix von Lösch.

1726 verkaufte er das Schlößchen in Schwabmünchen und das Gut Königshausen (mit 34 Jauchert Äckern, 40 Tagwerk Wiesen und 147 Tagwerk Wald) an Maria Elisabeth Mauermann (Witwe des Augsburger Rates Heinrich Mauermann) und deren Tochtermann Joseph Anton von Ruffini in Augsburg.

1750 brachte seine Erbtochter Agatha Dorothea den Besitz an ihren ersten Mann, den Augsburger Joseph von Kuen, und nach seinem Tode an ihren zweiten Mann, den Freiherrn von Hillesem.

1820 kaufte den Hof ein Elsässer. Der Königshauser Wald wurde im gleichen Jahr abgeholzt und das gerodete Land wurde an Schwabegger Kleinbauern verteilt. Im Laufe der Jahre kamen neue Gehöfte dazu. Der ursprüngliche Hof war bis zum Jahr 2011 in der Erbfolge der Familie Schneider.

2012 erwirbt die Familie Klein, vormals über viele Jahre hinweg auf einem großen landwirtschaftlichen Gehöft in der nahen Umgebung aktiv, den Königshauser Hof - ein Hof mit Tradition.

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